Leserbriefe an die SZ

Gmobbt, ängstlich und krank (Wissen vom 5. Oktober 2017)

"Ich war schon der Böse, bevor ich böse sein konnte!"

Meist straffällig gewordene Suchtkranke machen in einer Klinik zur Rehabilitation am westlichen Stadtrand von München eine bis zu sechs Monate andauernde Therapie. Ein Schritt wieder in die Berufstätigkeit ist das Angebot, gegen Ende der Therapie an einem Bewerbungstraining teilzunehmen.

Dieses Training findet in Kleingruppen im Rollenspiel statt. In einem kurzen Vorgespräch dazu berichten die Klienten u.a. über ihre Erfahrungen aus der Schulzeit. "Ich war schon der Böse, bevor ich böse sein konnte", erzählt ein 22-jähriger Klient von seiner Grundschulzeit in einer Kleinstadt. "Alle in meiner Schule wussten, dass ich bei Pflegeeltern aufwachse, da meine Eltern im Knast waren."

zum Artikel "Schüler sollen ihre Lehrer benoten", SZ 22.06.2016

"Die witzvolle Lehrerin..."

Mit seiner Offensive, Schülerfeedback langfristig an allen Schulen verpflichtend einzuführen, hat Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich eine breite Diskussion entfacht. Befürworter wie Skeptiker melden sich zu Wort. Damals Junglehrerin an einer Dorfschule, fragten mich meine Schüler zur Zeugniszeit, ob auch sie mir ein Zeugnis schreiben dürften. Überrascht von dieser ungewöhnlichen Idee, stimmte ich spontan zu. Die Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Treffsicherheit, mit der diese Zeugnisse geschrieben waren, haben mich so beeindruckt, dass ich diese Form mein langes Lehrerleben beibehalten habe. Niemand kann mich besser beurteilen als meine Schüler.

zum Artikel von Axel Rühle, SZ 07.05.2015

Tropfen auf den heißen Stein!

Mein Dank an Alex Rühle für den Artikel! Mit Blick auf fünf Jahre Erfahrung als Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Schulpädagogik (LMU) trifft der Artikel ins Schwarze.

"Was den Lehrerberuf leicht(er) macht", mein Seminar richtete sich an Lehramtsstudierende aller Schularten. Schwerpunkt des Seminars- die Lehrerpersönlichkeit, die Lehrergesundheit.
"Der Wurm im saftigen Apfel"- eine Aufstellung von in den Burn-out führenden Verhaltensmustern, im Rahmen von AGIL (Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf) erstellt von Dr. Andreas Hillert (Chefarzt an der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck, Prien/Chiemsee) zog sich wie ein roter Faden durch das Seminar.